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Besuch des Department of Chemistry am 16.09.2026

Der erste Tag unseres Studium Generale, bei dem wir die verschiedenen Schools der Technischen Universität München (TUM) besuchen, begann direkt mit einem Highlight: das Chemie Department stand auf dem Programm. Wir hatten einen spannenden und sehr lehrreichen Tag, den Herr Dr. Marx für uns gestaltet hat. Unser Besuch ermöglichte uns umfassende Einblicke in die verschiedenen Bereiche des Departements, wie das Lehrangebot, die Glasbläserei und die Arbeit im Labor.

Zum Einstieg unterrichtete uns Herr Dr. Marx über die Forschung im Bereich Chemie an der TUM, einschließlich der von TUM-Wissenschaftlern gewonnenen Nobelpreise, sowie Studienabläufe und Berufsmöglichkeiten in der Chemie. Dadurch wurden uns mögliche Zukunftsperspektiven in den Fachbereichen der Chemie, wie der anorganischen, technischen, organischen und physikalischen Chemie näher gebracht. Außerdem haben wir einen genaueren Einblick in die Forschungsbereiche eines Professors bzw. einer Professorin bekommen. Herr Dr. Marx beendete seinen Vortag mit einer Reihe von unterhaltsamen Experimenten, die uns alle begeisterten: von einem glühendem Gummibärchen, über selbstgemachtes Zitroneneis durch flüssigen Stickstoff und bis zu -200 °C kalten, zerspringenden Rosen.

Nach unserer Mittagspause durften wir dann selber an die Arbeit. In zwei Gruppen haben wir das Arbeiten im Labor und in der Glasbläserei erlebt.

Im Labor wurde der Farbstoff Indigo, der auch zum Färben von Jeans verwendet wird, synthetisiert. Dafür haben wir, nach der Sicherheitseinweisung zum Arbeiten im Labor, unter Anleitung und hilfreicher Betreuung von Laborassistenten, selber experimentiert. Die tiefblaue Lösung, die nach Zugabe diverser, sorgfältig abgewogener Chemikalien entstanden ist, wurde anschließend filtriert. Dabei entstand eine wasserunlösliche Paste, die noch ungeeignet zum Färben von unseren Baumwolltaschen war.

Dafür mussten wir nämlich noch das gelblich braune Leukoindigo, eine reduzierte Form des Indigos, herstellen. In diesem konnten wir unsere Taschen tränken und beim Rausholen, wenn diese in Kontakt mit Luft kamen, ist das Leukoindigo zurück zum blauen Indigo oxidiert. Dieses ist wiederum in Wasser nicht löslich, was den Vorteil hat, dass es nicht durch eine einfache Wäsche ausgewaschen werden kann.

Das Experiment hat nicht nur aufgrund der hervorragenden Organisation Spaß gemacht, sondern auch, weil es eine Möglichkeit war, uns untereinander besser kennenzulernen.

Darüber hinaus durfte die Gruppe in der Glasbläserei in die faszinierende Arbeit der Glasapparatebauer hineinschnuppern. Uns wurden sehr komplizierte, dort fabrizierte Geräte aus Glas gezeigt mit spiralförmigen Röhren, die in anderen Röhren steckten, bei denen wir uns alle fragten, wie sowas hergestellt werden kann. Wir mussten nicht unwissend bleiben, denn all unsere Fragen wurden geduldig und ausführlich beantwortet. Gleichzeitig konnten wir sogar alle selbst unser Fingerspitzengefühl für das Glas testen und praktische Eindrücke sammeln: mit Sicherheitseinweisung und Schutzbrille durfte jeder ein Stück Glas in der Flamme bearbeiten. Wir konnten unserer Kreativität freien Lauf lassen und wurden tatkräftig von unserem Betreuer mit Werkzeugen, Expertenwissen und Ideen versorgt. Bei den Ergebnissen war alles dabei, von Blumen, über Kaffeelöffel, bis hin zu sogar farbigen Kunstwerken.

Unter genauerer Anleitung wurden anschließend noch technischere Gebilde wie geblasene Kugeln und Strohhalme hergestellt. Wir haben aus dem Workshop sowohl wertvolle Erfahrung und neue Fertigkeiten, als auch unsere eigene Glasarbeiten mitgenommen.
Obwohl es ein langer und intensiver Tag war, verging die Zeit sehr schnell. Wir hatten sehr viel Freude sowohl an den praxisorientierten Arbeitssequenzen wie auch dem lehrreichen Vortrag von Herr Dr. Marx. Insgesamt war der Tag ein voller Erfolg zum Einstieg in unser Studium Generale im TUMKolleg.
Carola Albrecht und Amaya Schadrack