Besuch des Department of Mathematics am 24.09.2026
Der zweite Besuch des Studium Generale des TUMKollegs 2026/28 widmete sich dem Department of Mathematics auf dem Forschungscampus Garching, bei dem wir uns eine umfangreiche Perspektive darüber verschaffen konnten, wie der Alltag im Mathematikstudium gestaltet ist und welche interessanten Themenbereiche im Studium möglich sind.
Der Tagesablauf startete mit einem Mathematik-Vorkurs inklusive Übung, gefolgt von einer Mittagspause und zwei weiteren Vorträgen zu den Themen „Kryptographie – was, wie, warum“ und „Das Studium der Mathematik und das Department of Mathematics“, zwischen denen wir eine kurze Foto- und Rutschpause einlegten.


Mathematik-Vorkurs bei Dr. Frank Hofmaier
9:30–11:00 Uhr
Nach einem kurzen Austausch über die Erwartungen an den Tag traten wir mit Hunderten von Studierenden in den riesigen Hörsaal. Um Punkt 9:30 Uhr startete der Dozent mit dem ersten Thema: Abbildungen/Funktionen, woraufhin er uns die Differenzierung von injektiven, surjektiven und bijektiven Abbildungen näherbrachte, was sich definitions- und formulierungstechnisch stark vom vorherigen Schulstoff unterschied, aber an sich kein völlig neues Thema war, wodurch wir den ganzen Vortrag ausreichend verstehen und auch anwenden konnten.
Übung und Anwendung
11:00–12:30 Uhr
Um das eben gelernte Wissen anzuwenden, haben wir alle ein Blatt mit Übungsaufgaben bekommen, wurden in Kleingruppen eingeteilt und unseren Räumen zugewiesen, in welchen uns stets ein/e freundlicher Tutor/in als Hilfe zur Verfügung stand. Dort haben wir uns dann gemeinsam mit den frischgebackenen Studierenden ans Werk gemacht. Die Aufgaben reichten von sehr simpel bis eher komplex. Um die letzte und schwierigste Aufgabe zu lösen, mussten wir uns zu viert zusammensetzen und haben zusätzlich noch nach Unterstützung gefragt. Dennoch war es ermutigend zu sehen, dass die Studierenden ähnliche Schwierigkeiten und teilweise sogar die gleichen Fehler hatten.

Mittagspause – Yeah, Essen!!
12:30–13:30 Uhr
Gleich nach der Übung haben alle TUM-Kollegiaten/innen eine Mensakarte von Frau Bodensteiner erhalten. Daraufhin trennte sich die Gruppe auf: Einige gingen zur Mensa, andere zu einem Dönerstand direkt vor dem Department.
„Kryptographie – was, wie, warum“
13:30–14:30 Uhr
Mit etwas Verspätung – der Campus ist doch recht groß – konnten wir dann mit dem zweiten Vortrag des Tages starten.
Prof. Dr. Lorenz Panny, ein begeisterter Informatikprofessor, erklärte uns, dass Kryptographie (übersetzt aus dem Griechischen: „Geheimschrift“) die Lehre der Verschlüsselung ist und wie bzw. wo man sie anwenden kann. Besonders lag der Fokus auf der digitalen Verschlüsselung: Zum Beispiel wurde uns aufgrund der vielen Fragen ganz genau erklärt, wie ein Bankkartenchip funktioniert – es ist erstaunlich, wie viel Technik in einem so kleinen Stück Plastik verbaut sein kann – und wie ein Computer mithilfe der Umkehrungen bestimmter mathematischer Funktionen Nachrichten verschlüsselt, die sich aufgrund ihrer Komplexität sehr dafür eignen.

Endlich Rutschen!!
14:40–15:10 Uhr
Um all dieses interessante Wissen erstmal zu verarbeiten und um Porträtfotos für die TUM-Kollegs-Webseite zu schießen, wurde uns eine kurze Pause gegeben. Nach den Bildern konnten wir natürlich nicht einfach so auf den nächsten Vortrag warten, sondern wollten alle einmal endlich die bekannte Parabelrutsche im Gebäude rutschen. Von der Geschwindigkeit, die man mit dem Teppich unter sich erreicht, waren wir wirklich überrascht. Zusätzlich hatten wir dann noch Zeit für ein großes gemeinsames Gruppenfoto.
Wie sieht das Mathematikstudium an der TUM aus?
15:10–16:30 Uhr
Zum Abschluss gab uns Dr. Kathrin Ruf einen sehr umfangreichen Einblick in das Studium der Mathematik und dessen Anwendungsmöglichkeiten. Besonders beim Thema KI und deren Einfluss auf das Studium war unser Interesse geweckt. Als es aber am Ende des Vortrags in Richtung der Gestaltung und des Aufbaus eines Mathe-Studiums ging, waren einige überrascht vom enormen Lernaufwand, der hinter einem Bachelor in Mathematik an der TUM steckt. Um Dr. Ruf zu zitieren: „Es ist wie ein Vollzeitjob.“ Zur Einordnung: 180 Credits, die man für ein bestandenes Studium braucht, entsprechen ca. 5.400 Arbeitsstunden in drei Jahren. Runtergebrochen kommt das einer 40-Stunden-Woche gleich.
Am Ende dieses interessanten, aber doch anstrengenden Tages waren wir uns alle einig, dass auch diesmal der Tag ein voller Erfolg war. Das Interesse an einem möglichen Mathestudium war bei einigen von uns definitiv geweckt.

