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Anton Weindl

Anton Weindl

Werner-Heisenberg-Gymnasium

 

Titel der Forschungsarbeit: Einfluss des Laubaustriebs auf den tageszeitlichen Verlauf bodennaher Lufttemperaturen in gemäßigten Wäldern (April – Juli 2025)

School: TUM School of Life Sciences

Department: Department Life Science Systems

Forschungsgruppe: Professur für Earth Observation for Ecosystem Management

Betreuung: Prof. Dr. Cornelius Senf + Team

Abstract der Forschungsarbeit

Der Klimawandel beeinflusst zunehmend die Struktur und Funktion terrestrischer Ökosysteme. Wälder spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie speichern Kohlenstoff, fördern die Biodiversität und beeinflussen durch ihre Vegetationsstruktur das lokale Mikroklima. Veränderungen dieser mikroklimatischen Bedingungen wirken sich auf ökologische Prozesse wie Pflanzenwachstum, Bodentemperaturen und den Wasserhaushalt aus. Ziel dieser Forschungsarbeit war es daher, den Einfluss des Laubaustriebs auf den tageszeitlichen Verlauf bodennaher Lufttemperaturen in einem mitteleuropäischen Buchen-Fichten-Bestand zu analysieren.

Die Datenerhebung erfolgte im Kranzberger Forst bei Freising auf einer 0,5 Ha großen Versuchsfläche des „Kranzberger Forst Roof Project“. Zur Erfassung der Mikroklimadaten wurden dort zwei TOMST TMS-4-Datenlogger installiert, die von April bis Juli 2025 die Lufttemperaturen im Wald aufzeichneten. Ergänzend wurden Makroklimadaten der Wetterstation Freising-Dürnast des Deutschen Wetterdienstes herangezogen, um die Temperaturverhältnisse innerhalb des Waldes mit denen außerhalb zu vergleichen. Der Laubaustrieb wurde parallel dazu durch regelmäßige 3D-Scans des Bestandes mit terrestrischem Laserscanning erfasst, aus denen die zeitliche Entwicklung der Kronendichte abgeleitet wurde.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Laubaustrieb die tageszeitliche Erwärmung deutlich abschwächte. Mit zunehmender Kronendichte vergrößerte sich daher die Temperaturdifferenz zwischen Wald und offener Fläche. Signifikante Veränderungen der nächtlichen Abkühlung oder des Zeitpunkts des täglichen Temperaturmaximums konnten hingegen nicht nachgewiesen werden.

Insgesamt unterstreichen die Befunde, insbesondere die beobachtete Abkühlung, die zentrale Rolle der Kronendichte bei der Regulation des Mikroklimas im Wald.